(6) Bildung, Kultur und Sport als Markenzeichen einer lebendigen Stadt

Wernigerode verfügt über eine vielfältige Bildungslandschaft, die einen wesentlichen Standortfaktor ausmacht. Mit den zahlreichen Schulen in öffentlicher und privater Trägerschaft, dem Landesgymnasium für Musik, den berufsbildenden Schulen und der Hochschule Harz verfügt unsere Stadt über eine umfangreiche Bildungsinfrastruktur, die in hohem Maße Anziehungskraft hat und sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle Synergien schafft. Schulische und außerschulische Angebote müssen aus unserer Sicht weiter unterstützt werden. Gleichzeitig bedarf es einer stärkeren Vereinbarkeit mit den Freizeitangeboten in Vereinen und der Stadt.

Die CDU steht zur Förderung von Kultur und Sport und damit auch zur Unterstützung des Ehrenamtes. Hierzu müssen kulturelle und sportliche Höhepunkte in Wernigerode langfristig finanziell abgesichert sein. Ebenso muss das breitgefächerte Angebot an Sportstätten für den Schul- und Vereinssport, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Wintersport, aber auch für neue Trendsportarten und den Behindertensport, erhalten und weiterentwickelt werden. Der Breitensport in allen Altersgruppen soll weiter gestärkt werden und mit regionalen und überregionalen Sportereignissen vernetzt werden.

Als Stadt der Musik und der Chöre gehört Wernigerode in hohem Maße zu den kulturellen Botschaftern Sachsen-Anhalts. Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode ist in diesem Zusammenhang ebenso wie das Schloss Wernigerode ein Markenzeichen für Stadt und Region und als solches zu erhalten.

Wir bekennen uns zu qualitativ hochwertigen kulturellen Veranstaltungen für Einheimische und Touristen wie den Schlossfestspielen, dem Brahms-Chorfestival, dem Klavierwettbewerb „Neue Sterne“, aber auch Stadt-  und Stadtteilfesten. Für uns gilt bei der Vielzahl an Veranstaltungen in Wernigerode der Grundsatz „Qualität vor Quantität“! Daher bedarf es ebenso eines ansprechenden Festplatzes in Wernigerode. Zu einem solchen Festplatz wollen wir das Ochsenteichgelände weiterentwickeln. Die unter Denkmalschutz stehenden Hallen auf dem Gelände sollen dabei in die Planungen einbezogen werden.

Gedenkkultur muss nicht nur gepflegt werden, sondern braucht auch Orte des Gedenkens, die es zu erhalten gilt. Die Besinnung auf Traditionen, Heimat- und Brauchtumspflege und Geschichtsbewusstsein hat sich in den letzten Jahren erfreulich entwickelt. Wir wollen auch künftig regionale Initiativen und Vereine in ihrer Arbeit unterstützen. Ganz besonders möchten wir in diesem Zusammenhang die Aufbauleistung der Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg in Wernigerode würdigen und stärker in das öffentliche Bewusstsein rufen.

Als CDU werden wir uns für die Erarbeitung eines Museumskonzeptes unter Einbeziehung der öffentlichen und privaten Museen einsetzen.